Yin Stundenplan März & April 2018

federleicht“When thoughts come up, touch them very lightly, like a feather touching a bubble. Let the whole thing be very soft and gentle, but at the same time precise.”

Wir beginnen den März mit Bildern – wie das von der Feder und der Seifenblase. Es kommt von Pema Chödrön und ließ mich die Meditation ganz neu erfahren, als ich es vor Jahren in ihrem Buch The Wisdom of No Escape gefunden habe.

Wir betrachten also Bilder. Indem wir das tun, üben wir uns darin, über unsere Vorstellungskraft einen Zugang zu unserem Körper(GeistHerz) zu finden. Wir trainieren unseren Phantasie-Muskel und stärken die natürliche, tiefsitzende Verbindung zwischen unserer Gedankenwelt und konkreten Empfindungen und Strukturen (zu denen unser Gehirn schließlich auch zählt).

Früher benutzten Yogalehrer nur selten anatomischen Fachjargon, um ihren Schülern die Ausrichtungsprinzipien in den einzelnen Asanas näherzubringen. Anstelle dessen, so schreibt Richard Freeman in The Art of Vinyasa Yoga, war es gang und gäbe, die Positionen durch Visualisierungen – anhand von Bildern – zu verstehen. Visualisiert wurden hauptsächlich Gottheiten. Man stelle sich also vor man sei Ganesha oder Shiva oder Hanuman. Indem man das Bild möglichst genau vor seinem inneren Auge entstehen lässt, beginnt es vom Kopf über die Phantasie in den Körper zu filtern, bis tief hinunter in jede einzelne Zelle. Der Körper saugt es sozusagen in sich auf. So beginnt die aufrechte, perfekte Haltung der Gottheit sich nach und nach spürbar zu machen und körperlich zu manifestieren.

Das mag so sein – oder auch nicht. Auf jeden Fall habe ich mittlerweile ziemlich viele Bilder. Zwar nicht unbedingt von Gottheiten, sondern eben von Federn, von Seifenblasen, Flusssteinen u.ä. Ich bewahre sie ich in einer Art innerem Archiv auf. Besonders, wenn ich unruhig bin, in Gedanken verloren, und mich nicht auf den Moment und die Praxis einlassen kann oder will – besonders dann unterstützen sie mich und bereichern meine Zeit auf der Matte oder dem Sitzkissen auf unglaublich wertvolle Weise. Ich freue mich sehr darauf, ein paar von ihnen mit euch zu teilen. Wer weiß – vielleicht landen wir ja doch bei Shiva. Los geht es auf jeden Fall mit der Feder und der Seifenblase.

7.  März                      Kurs wird vertreten von Gabi Dan Droste 

14. März                     Yin Meditation: Die Feder und die Seifenblase

       21. März                     Stille Stunde*

28. März                     Nieren-Stunde für den Übergang in den Frühling In dieser Stunde bieten wir dem letzen Rest des Winters die Stirn – Yin-style. Wir üben Asanas, die unseren Nieren-Meridian (und den der Blase, dem Partner-Organ der Nieren) ansprechen und füllen unsere inneren Kraftreserven auf. Ideal für all diejenigen, die sich von einer Erkältung erholen, denen es an Inspiration, Kraft, Energie und Vitamin D mangelt und die sich in dieser Übergangsjahreszeit einfach gestresst und überlastet fühlen.

4. April                       Nieren-Stunde für den Übergang in den Frühling Nr.2 Da sich der Winter offensichtlich noch nicht ganz verabschieden möchte, üben wir auch diese Woche eine Nieren-Blase-Sequenz, um uns etwas inneren Sonnenschein zu schenken. Am Ende gibt es 30 Minuten Yoga Nidra!

11. April                      Stille Stunde*

18. April                      Frühlingsstunde für Schultern, Arme und Nacken Der Frühling ist da, die Sonne scheint und wir können uns getrost von unserer nach-vorne-gebeugten Winter-Schutzhaltung verabschieden. In diesem Sinne wenden wir uns heute unserem Schultergürtel zu, um notorische Verspannungen und Blockaden zu lösen, unseren Brustkorb wieder weit werden zu lassen und unser Herz zu beflügeln.                       

25. April                     Yin Meditation: Die Feder, die Seifenblase & andere Wunder    

*Stille Stunden sind still. Es gibt kein bestimmtes Thema, dafür einen erhöhten Fokus auf Meditation und viel Raum, sich selbst zu erfahren. Sie finden alle drei bis vier Wochen statt.