About Yoga

Yoga ist nie immer nur eines. Yoga ist vieles, mehreres, immer anders, nie gleich. Was Yoga für mich bedeuten mag, in einem bestimmten Moment – diese Definition, die ich denke, gefunden zu haben, sie ist im nächsten Augenblick schon wieder unauffindbar. Yoga befindet sich in stetem Wandel. Wenn ich versuche, Yoga zu definieren, laufe ich früher oder später gegen eine Wand. Das ist frustrierend. Ebenso frustrierend ist es, wenn ich versuche, mich selbst durch die Praxis zu definieren. Aber wahrscheinlich praktizieren die meisten von uns meistens genau deshalb. Wir praktizieren, um etwas über uns und das Leben zu verstehen. Wir praktizieren in der Hoffnung, endgültige Definitionen zu finden, an denen wir uns festhalten und mit denen wir arbeiten können, um endlich bessere, glücklichere, gesündere Menschen zu werden.

Aber dann, hin und wieder, mag einem ein kurzer, glücklicher Moment erscheinen, in dem man wirklich etwas versteht. Man versteht, dass keine Definition – sei sie noch so passend, noch so präzise und wunderschön – von Dauer ist. Man versteht, dass man sich immer wieder aufs Neue begegnet, sich neu kennenlernt, sich neu definiert. Auf der Matte und im Leben. In dem Moment, in dem ich das verstanden habe, in dem ich keine Erwartungen mehr habe, ist alles möglich, alles neu, alles schon-immer-wieder vergangen.

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Anders ausgedrückt, ist Yoga eine ursprünglich aus Indien stammende Lehre, die verschiedene Praktiken umfasst, um Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen.

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VINYASA YOGA  Im Vinyasa Yoga bewegen wir uns. Dabei ergänzen sich die Bewegungen in einer dynamischen, logischen Abfolge – wobei Logik hier nicht, oder nicht nur, mit unserem Kopf zu tun hat, sondern sich auf unser gesamtes KörperGeistHerz-“System” bezieht. Eine besonders schöne Metapher kommt von Richard Freeman. Darin vergleicht er Vinyasa mit einer Welle, die kontinuierlich zwischen Wellenkamm und -tal pulsiert und sich sowohl in der Bewegung als auch an diesen Wendepunkten absoluter Stille entfaltet. So kann sich auch die Vinyasa Praxis erfahrbar machen: wir bewegen uns kontinuierlich, getragen von einem Gefühl innerer Stille. Bewegungen, Gedanken, Empfindungen, Gefühle treiben nebeneinander auf der Welle und dem Kommen und Gehen unseres Atems.

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YIN YOGA  Im Yin Yoga bewegen wir uns wenig. Wir werden körperlich still und können uns so den anderen Bewegungsebenen zuwenden: den Bewegungen unserer Geistes, sowie den subtileren unserer Energie und unseres Herzens. Wir kultivieren eine feine Achtsamkeit und eine Neugier, die ständige Bewegung und Veränderung aus der Stille zu beobachten. Somit ergänzen sich die Vinyasa Praxis und die Yin Praxis hervorragend. Im Vinyasa Yoga erfahren wir Stille in der Bewegung; im Yin, Bewegung in der Stille.

Auf die Grundsätze der Yin Yoga Praxis und deren Bezug zur Traditionellen Chinesischen Medizin gehe ich in den einzelnen Klassen ein. Die spezifischen Themen der kommenden Wochen – den aktuellen Stundenplan – findet Ihr über die Homepage.